Dauerhafte Neuordnung Trinkwasserversorgung um Wernigerode

Die dauerhafte Neuordnung der Trinkwasserversorgung in der Region Wernigerode sowie der Eigen­tümer­wechsel des Wasserwerkes Zillierbach wurden vertraglich vereinbart. Dazu trafen sich am 17.12.2018 die Vertreter der Stadtwerke Wernigerode GmbH, der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH (TWM), des Wasser und Abwasserverband Holtemme-Bode (WAHB), der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH und des Talsperrenbetriebes Sachsen-Anhalt AöR in Wernigerode.

Während die Stadtwerke Wernigerode bisher etwa 50 Prozent des benötigten Trinkwassers im unternehmenseigenen Wasserwerk Zillierbach erzeugt haben, wird ab 2021 die gesamte Trinkwassermenge im Netzgebiet der Stadtwerke über die TWM bezogen. Hinsichtlich der Trinkwasserqualität werden die Kunden, die anstelle des Wassers aus der Zillierbachtalsperre künftig mit Rappbodewasser versorgt werden, keine Veränderungen bemerken. Beide Wasserressourcen zeichnen sich durch hervorragende Güte aus und sind in ihrer Zusammensetzung und Mineralisierung nahezu identisch.

Mit der TWM, die bisher etwa die Hälfte der Gesamtbedarfsmenge der Stadtwerke deckte, hat das Wernigeröder Unternehmen für die nächsten 30 Jahre einen zuverlässigen Partner, der zukünftig auch die Lieferung der zusätzlichen Mengen sicherstellt. Die TWM hat ihrerseits die Erhöhung der Bezugsmenge bei der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz, dem Betreiber des Wasserwerks Wienrode an der Rappbodetalsperre, vertraglich vereinbart und bietet damit langfristig eine preisgünstige und sichere Versorgung.

Das Wasserwerk Zillierbach wird ab 2021 vom Wasser und Abwasserverband Holtemme-Bode weiterbetrieben. Bereits zuvor wurde dort von den Stadtwerken Trinkwasser zur Belieferung von Teilen des Oberharzes für den WAHB erzeugt. Zusammen mit dem Talsperrenbetrieb Sachsen Anhalt, welcher das Rohwasser aus der Zillierbachtalsperre zur Trinkwasseraufbereitung bereitstellt, wurde zum langfristigem Erhalt des Wasserwerkes eine gemeinsame Zukunftsstrategie zur weiteren Nutzung entwickelt.

Im Zuge der Neuorganisation der Trinkwasserversorgung planen die Stadtwerke Wernigerode zudem die Errichtung eines neuen Hochbehälters am Ortsausgang Wernigerode in Richtung Darlingerode. Der Trinkwasserspeicher mit einer Kapazität von bis zu 500 Kubikmeter erhöht die Versorgungssicherheit der Wernigeröder und Ilsenburger Bevölkerung zusätzlich.

„Wir freuen uns über die Fortsetzung und Erweiterung unserer langjährigen Vertragsbeziehungen mit den Stadtwerken Wernigerode. Die konstruktive Zusammenarbeit aller beteiligten Versorgungsunternehmen ermöglichte eine technisch und wirtschaftlich überzeugende Lösung für die zukünftige Wasserversorgung in der Region“ so Dr. Alexander Ruhland, Geschäftsführer der TWM.