Weltwassertag 2022

Der Weltwassertag am 22. März, zu dem die Vereinten Nationen (VN) seit 1992 aufrufen, erinnert alljährlich an die Besonderheiten von Wasser als der essenziellsten Ressource allen Lebens. Der Weltwassertag 2022 steht unter dem Motto „Groundwater: Making the Invisible Visible“: „Unser Grundwasser: der unsichtbare Schatz“. Mit diesem Jahresthema wollen die VN weltweit auf die Bedeutung unseres Grundwassers aufmerksam machen und es ins  Bewusstsein der Menschen rufen.
Die elementare Bedeutung des Grundwassers als unverzichtbare Ressource und Teil des Wasserkreislaufs und die Belastungen, denen es durch menschliche Tätigkeiten und zunehmend durch den Klimawandel ausgesetzt ist, sind vielen Menschen nicht wirklich präsent und bewusst. Aus diesem Grund und im Hinblick auf den bevorstehenden Wandel rücken die Vereinten Nationen die Bedeutung und den Wert unseres kostbaren Grundwassers wieder stärker ins gesellschaftliche sowie politische Bewusstsein.

Der unsichtbare Schatz der Trinkwasserversorgung Magdeburg (TWM)

Die TWM ist ein Regionalversorger der in unserer Region die Bereitstellung von Trinkwasser für seine Kunden verantwortlich ist. Die TWM-Kunden, überwiegend Verbände oder Stadtwerke, beliefern damit ca. 742 000 Bürger mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser.
Der 1994 gegründete Regionalversorger nutzt neben einer zugekauften Menge von Trinkwasser von der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz GmbH überwiegend Wasser welches er in seinen 15 Wasserwerken aufbereitet.
Bevor es jedoch aufbereitet wird, muss das Rohwasser gewonnen werden und über Rohwasserleitungen zu den Wasserwerken transportiert werden. Die TWM nutzt zu diesem Zweck über 120 Brunnen.
Der Schutz der Einzugsgebiete in den sich die Brunnen befinden erfolgt durch Trinkwasserschutzgebiete. Dort sollen Ver-und Gebote verhindern das die Qualität des Grundwasser negativ beeinträchtigt wird. Neben regelmäßigen Kontrollen in den Wasserschutzgebieten betreibt die TWM ein umfangreiches Netz von über 600 Grundwassermessstellen (GWMS). Durch die GWMS werden sowohl Wasserstand als auch die Qualität des Rohwassers kontrolliert.
In den TWM-Wasserwerken erfolgt dann eine naturnahe Aufbereitung, ohne den Einsatz von Chemikalien. Eine Desinfektion des aufbereiteten Trinkwassers ist derzeitig in keinem TWM-Wasserwerk erforderlich.
Nach der Aufbereitung des Trinkwassers wird es über Versorgungsleitungen, unter Nutzung von Druckerhöhungsanlagen (DEA) und Hochbehältern, zu den Kunden transportiert. Diese stellen das Trinkwasser dann ihren Endkunden zur Verfügung.
Damit das Trinkwasser in bester Qualität bei den Bürgern ankommt sorgt das akkreditierte Labor des Regionalversorgers. Es untersucht von den GWMS bis zu den Übergabeschächten der TWM zu seinen Kunden lückenlos die Qualität. Zusätzlich kontrollieren die Gesundheitsämter die Trinkwasserqualität im Bereich der TWM, aber auch bis zum Wasserhahn der Endkunden der TWM-Kunden. Somit stellt ein lückenloses Qualitätsüberwachungssystem sicher, dass das sorgfältig aufbereitete Grundwasser, der unsichtbare Schatz, in bester Qualität bei allen Kunden aus dem Wasserhahn kommt.