Trinkwasserbereitstellung unter ungewöhnlichen Wetterbedingungen

Das deutschlandweit anhaltend hochsommerliche Wetter macht auch für das Versorgungsgebiet der Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH keine Ausnahme. Die Durchschnittswerte liegen deutlich über 30°C, vereinzelt wurden sogar schon über 35 Grad erreicht. Dazu kommt die Trockenheit, die uns ein Niederschlagsdefizit von bisher über 100 Millimeter Regen beschert hat. Das spürt nicht nur die Land- und Forstwirtschaft, sondern auch die Wasserversorger werden durch diese anhaltende Wetterlage vor erhöhte Anforderungen gestellt.

Folgerichtig gab es reihenweise neue Spitzenwerte in der Wasserbereitstellung; bei einigen Wasserwerken und Druckerhöhungsanlagen sogar seit der Unternehmensgründung im Jahr 1994.

Die TWM bezieht den Großteil ihres Rohwassers aus Grundwasserressourcen, deren Entwicklung sie genau beobachtet. Die Mitarbeiter des Regionalversorgers gehen davon aus, dass die in einigen Bereichen bereits leicht rückläufigen Trends in der Grundwasserstands-Entwicklung nach diesem Sommer verstärkt werden. Auch wenn man die tatsächlichen Auswirkungen auf die Grundwasserspeicher aufgrund ihrer überjährigen Funktion erst und dann auch abgeschwächt in einigen Jahren feststellen wird. In Abhängigkeit der Winterniederschläge, die besonders grundwasserneubildungsrelevant sind, wird es einige Jahre dauern, bis sich die Speicher wieder erholen.

Versorgungsprobleme gab es in dieser außergewöhnlichen Phase bisher nicht. Die vier Hauptwasserwerke Lindau, Haldensleben, Klus und allen voran Colbitz sichern zuverlässig den erhöhten Bedarf. Auch die elf kleineren Wasserwerke arbeiten ohne Ausfälle unter Ausnutzung ihrer vollen Leistungsfähigkeit.

Das derzeitig, schon über einen ungewöhnlich langen Zeitraum sehr hohe Förderniveau stellt deutlich erhöhte Anforderungen nicht nur an die Wasserbereitstellung sondern auch an die wasserwirtschaftliche Infrastruktur. Unter großen Anstrengungen und unter Nutzungen der möglichen Variabilität, eines in den vergangenen Jahrzehnten entstandenen Versorgungssystems, wurde die qualitätsgerechte Bereitstellung an die TWM Kunden gesichert.

Von längeren Energieausfällen und Havarien im Verteilungssystem wurde der Regionalversorger bisher verschont. Sollte das auch weiterhin der Fall sein, geht man in der Unternehmenszentrale weiterhin von einer stabilen Trinkwasserbereitstellung für alle Kunden aus.