Unser Trinkwasser
TFA
Tetrafluoracetat (TFA) ist ein kleine, hoch polare organische Fluorverbindung. TFA entsteht vorwiegend als Abbauprodukt von perfluorierten und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS), die in vielen Produkten enthalten sind, wie beispielsweise in Feuerlöschschäumen, Pestiziden, Kühlmitteln oder wasserabweisenden Beschichtungen.
TFA ist in Wasser gut löslich, und gilt als chemisch sehr beständig. Da es nur sehr langsam zerfällt, besteht das Risiko, dass es sich in betroffenen Gewässern und Böden anreichern kann.
Wie viele Spurenstoffe menschlichen Ursprungs, wird auch TFA oftmals in geringen Konzentrationen in der Umwelt nachgewiesen. Von dort aus kann TFA auch in das Trinkwasser gelangen.
Die Regulierung von TFA in Trinkwasser ist in vielen Ländern in der Entwicklung. In der Europäischen Union und in Deutschland gibt es noch keinen Grenzwert im Trinkwasser.
Nach aktueller Einschätzung des Umweltbundesamtes (UBA) wird jedoch ein Trinkwasserleitwert von 60 µg/l empfohlen, bei dem eine lebenslange Aufnahme über das Trinkwasser gesundheitlich unbedenklich ist. Eine strengere Reglung im Zuge der PFAS – Regulierung wird aktuell diskutiert. Denn: Technische Lösungen zur Entfernung von PFAS und TFA aus Trinkwasser befinden sich erst in Entwicklung. In der Praxis wären solche Verfahren mit großen Herausforderungen und sehr hohen Kosten verbunden.
Für unsere Kunden untersuchen wir TFA im Rahmen eines Sondermonitorings in allen Wasserwerken. Im Ergebnis liegt TFA mit einer maximalen Konzentration von 0,5 µg/l (0,5 Millionstel Gramm pro Liter) weit unterhalb des aktuellen Leitwertes, eine weitergehende Aufbereitung des Trinkwassers ist daher nicht erforderlich.
Grundsätzlich ist es für die Zukunft wichtig, alternative Lösungen für den Einsatz von PFAS in Produkten für den menschlichen Gebrauch zu entwickeln. Auch wenn PFAS über sehr gute technische Eigenschaften verfügen, verbleibt doch das Problem, dass sie in der Umwelt schwer abbaubar sind und sich ihre Abbauprodukte in der Umwelt anreichern. Langfristig sollten diese Stoffe durch Alternativen ersetzt werden.
