Rekordsommer 2018: Trinkwasserversorgung bei Spitzenabsätzen

Rekordtemperaturen und vor allem eine extreme Trockenheit über mehrere Monate im Sommer 2018 sorgten beim Regionalversorger Trinkwasserversorgung Magdeburg GmbH – TWM – für hohe Trinkwasserabgaben. Spitzentag war mit ca.148.200 m³ der 26. Juli. Im Vergleich dazu lag die durchschnittliche Tagesabgabe im Jahr 2017 bei ca. 114.000 m³. Durch das Wasserwerk Colbitz wurde mit 106.597 m³/d die höchste Tagesmenge seit 25 Jahren gefördert. Das entspricht einer 150 prozentigen Steigerung gegenüber dem Jahresmittelwert.
Seit Unternehmensgründung im Jahr 1994 gab es keine vergleichbare, so lange andauernde Hochverbrauchsphase, wie im Sommer 2018.

Trotz dieser Ausnahmesituation verlief die Versorgung bei TWM weitestgehend ohne Ausfälle. An einigen Stellen des Versorgungssystems mussten dazu alle vorhandenen technischen und personellen Reserven genutzt werden. So liefen alle Wasserwerke fast pausenlos unter Höchstlast. Auch die Anlagen des Verteilnetzes und nicht zuletzt die Mitarbeiter standen unter höchster Beanspruchung.

Im Verlauf der Hochverbrauchsphase wurden einige Schwachstellen im Verteilnetz erkennbar, die nun zeitnah beseitigt werden sollen. Auf der Basis einer genauen Analyse erfolgt eine Einordnung der erforderlichen Maßnahmen in die Investitions- und Instandhaltungspläne.

Die von TWM genutzten Grundwasserressourcen stehen nach wie vor ausreichend zur Verfügung. Zwar sind die Grundwasserstände im vom Hauptwasserwerk Colbitz genutzten Grundwasserleiter im Vergleich zu den Vorjahren stärker gesunken. Eine Einschränkung für die Trinkwasserversorgung ergibt sich daraus jedoch nicht. Dennoch wird man sich bei TWM über Regen und Schnee im Winterhalbjahr freuen, als Grundlage der natürlichen Grundwasserneubildung. Darüber hinaus besteht im größten Wasserwerk der TWM, dem Werk Colbitz, die Möglichkeit, den Grundwasserspeicher in der Colbitz-Letzlinger Heide über das Winterhalbjahr durch die Infiltration von Oberflächenwasser aus dem Fluss Ohre wieder aufzufüllen. Diese Möglichkeit der Grundwasseranreicherung ist von großer Bedeutung für die Trinkwasserversorgung in der Region und hat sich sehr bewährt.